Aktion Aufholen nach Corona

Antrag zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 17.06.2021:

Festsetzung der Tagesordnung Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche in 2021 und 2022“

Berichterstattung der Verwaltung:

In dem Aktionsprogramm des Bundes „Aufholen nach Corona“ werden für Kinder und Jugendliche für die Jahre 2021 und 2022 insgesamt 2 Mrd. Euro bereitgestellt, unter anderem für die Stärkung des Ehrenamtes oder für Freizeit-, Ferien- und Sportaktivitäten. Nach dem Königsteiner Schlüssel würden davon allein über 400 Mio. Euro auf das Land NRW entfallen und damit auch ein stattlicher Anteil für die Stadt Neuss zur Verfügung stehen.

Die Verwaltung wird daher gebeten, in der oben genannten Sitzung über die bisherigen Planungen der Stadt Neuss zu berichten und insbesondere auf die folgenden Fragestellungen einzugehen:

  1. Welche Projekte/Angebote hat die Stadt Neuss im Jugendbereich für die Sommerferien 2021 ausgearbeitet?
  2. Werden die Akteur*innen der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit in die Planungen der Verwaltung einbezogen?
  3. Gibt es entsprechend der Vorgaben und Zielsetzungen des Aktionsprogrammes bereits Pläne der Stadt Neuss für weitere Angebote, die über die Sommerferien 2021 hinausgehen?

Begründung

Die Coronakrise belastet im besonderen Maße auch Kinder und Jugendliche. Der Unterrichtsausfall und die Beschulung über digitale Medien und im Wechselunterricht hat zu Leistungsrückgängen sowie zur Vergrößerung der ungleichen Chancen geführt. Kinder und Jugendliche haben vor allem aber unter den fehlenden Sozialkontakten, die wichtig für ihre Entwicklung, aber auch für die emotionale Gesundheit notwendig sind, gelitten. Durch den Wegfall an Möglichkeiten zu sportlichen und gemeinsamen Aktivitäten, hat auch die körperliche Gesundheit gelitten. Familien haben besondere Belastungen und kräftezehrende Zeiten in der Krise erlebt.

Um all dem entgegen zu wirken, hat der Bund das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ aufgelegt, dass in den Jahren 2021 und 2022 dazu beitragen soll, Kindern, Jugendlichen und Familien Unterstützung anzubieten, damit die Folgen der Pandemie nicht lange nachwirken und Ungleichheiten sich nicht manifestieren. Das Aktionsprogramm sieht in seiner dritten Säule vor allem Mittel für Ferienfreizeiten und außerschulische Angebote vor. Als Kooperation ist es unser Ziel, dass auch die Kinder, Jugendliche und Familien unserer Stadt von dem Aktionsprogramm profitieren können. Daher möchten wir die Verwaltung bitten, gemeinsam mit den Akteur*innen der Kinder- und Jugendarbeit entsprechende Angebote zu erarbeiten, die bereits in den Sommerferien 2021 angeboten werden sollen. Die dafür benötigten finanziellen Mittel sollen über das Aktionsprogramm des Bundes eingeholt werden.

Der Abbau der durch die über ein Jahr anhaltende Pandemie entstandenen Probleme, wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb ist es wichtig, über die Sommerferien hinaus und im nächsten Jahr alle Möglichkeiten des Aktionsprogrammes dafür zu nutzen. Aus diesem Grund sollten sich bereits jetzt alle involvierten Bereiche (Kinder, Jugend, Familie, etc.) an die Planungen möglicher Maßnahmen für diese Zeit begeben und entsprechend über die laufenden und abgeschlossenen Planungen berichten. Es sollten im Sinne der Kinder, Jugendlichen und Familien alle Optionen zur Finanzierung dieser Maßnahmen, die das Aktionsprogramm bietet, genutzt werden.

Arno Jansen                                         Michael Klinkicht                                 Carsten Thiel
Fraktionsvorsitzender                         Fraktionsvorsitzender                         Fraktionsvorsitzender

Claudia Föhr
Stadtverordnete

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