Fortführung des Projekts „Skaterpark“

Antrag zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 23.02.2021:

Beschlussempfehlung

Das in der Woche vom 3. bis 7. August 2020 durchgeführte niederschwellige Angebot vom Haus der Jugend am Skaterpark im Rennbahnpark wird als Projekt in der Zeit von April bis September 2021 wiederholt und ausgeweitet, um zu eruieren, ob ein solches Angebot in dem zukünftigen Bürgerpark an gleicher Stelle etabliert werden sollte. Die Verwaltung wird beauftragt, bis zur Sitzung des Finanzausschusses am 2. März 2021 zu ermitteln, welche Kosten (zum Beispiel für die Aufstellung einer mobilen Toilette) über die Personalkosten in Höhe von rund 7.500 Euro hinaus anfallen, damit die Gesamtkosten für das Projekt in den Haushalt 2021 eingestellt werden können.

Begründung

Der Skaterpark besteht seit 2016 auf dem Gelände des Rennbahnparks, der auf einer großen innenstadtnahen Fläche verschiedene attraktive Angebote bietet, sich sportlich zu betätigen. Dabei wird besonders intensiv der Skaterpark für Skateboarding sowie für BMX- und Scooterfahren genutzt. 

Im vergangenen Jahr musste der Wettbewerb „Concrete Jam“ am Skaterpark aufgrund der Coronakrise ausfallen. Stattdessen besuchten Mitarbeiter des Hauses der Jugend in der Woche vom 3. bis 7. August 2020 den Skaterpark und stellten Helme, Bretter, Werkzeug und einen Verbandskasten zur Verfügung. Wie auch der Presse zu entnehmen war (NGZ vom 5. August 2020) wurde das Angebot sowohl von den Besucher*innen als auch von deren Eltern mit Begeisterung angenommen und um eine Weiterführung gebeten.

Während dieser Woche konnte beobachtet werden, dass sich die Besucher*innen des Skaterparks aus breit gefächerten Altersgruppen zusammensetzten (von circa 8 bis 45 Jahren) und dass sich dort täglich zwischen 20 und 40 Skater*innen aufhielten. Sehr erfreulich war, dass keinerlei Begrenzungen oder Ausschlüsse aufgrund von Alter, Nationalität oder Geschlecht zu beobachten waren. 

Den Jüngeren und Interessierten konnten während dieser Woche Starthilfen gegeben werden, um erste Schritte im Skatesport einzuüben. Bei anfallenden Reparaturarbeiten kam man mit den Kindern und Jugendlichen ins Gespräch. Dabei stellte sich heraus, dass der Rennbahnpark und darin speziell der Skaterpark für eine breite Öffentlichkeit wichtige Fixpunkte für die Freizeitgestaltung sind. 

All das spricht dafür, dass die dauerhafte Etablierung dieses niederschwelligen Angebots der offenen Jugendhilfe im zukünftigen Bürgerpark sinnvoll und wünschenswert ist.

Um diese Einschätzung mit belastbaren Zahlen zu untermauern, soll von April bis September 2021 ein Projekt stattfinden, bei dem der Bedarf konkretisiert wird und eine Analyse der Besucherstrukturen stattfindet.

Arno Jansen
Fraktionsvorsitzender
Michael Klinkicht
Fraktionsvorsitzender
Carsten Thiel
Fraktionsvorsitzender
Claudia Föhr
Stadtverordnete
Jenny Olpen
Stadtverordnete

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