Breuer schwächt die Straßenbahnverbindungen

Was hat sich der Bürgermeister gedacht, als er im Stadtkurier ein paar Steine ins Wasser warf und unter anderem vorschlug, die U 75 vom Bahnhof abzubinden? Bei den GRÜNEN löste diese Nachricht Unverständnis aus. „Wir können nicht verstehen, dass Breuer die Verbindung der U 75 am Hauptbahnhof, dem zentralen Umsteigeort für den ÖPNV mit einer sehr guten kostengünstigen Verbindung von und nach Düsseldorf, abschneiden will“, empört sich der verkehrspolitische Sprecher der GRÜNEN, Roland Kehl.  Die GRÜNEN erinnern daran, dass von Breuer angesprochene Notgleistrasse für die Verlegung der U 75 schon seit Jahren in der Planung ist, um mit der U 81 eine weitere Stadtbahnlinie von der Düsseldorfer Messe nach Neuss zu holen. Sie würde Neuss über eine neue Bahn- und Fahrradbrücke bei Düsseldorf-Lörick direkt mit der Messe und dem Düsseldorfer Norden verbinden. „Das ist eine zukunftsweisende Lösung, die den ÖPNV und die Wirtschaftskraft in Neuss stärken würde und auch die Möglichkeit eröffnet, die Stadt auf der Hafenseite besser an den ÖPNV  anzubinden“, ergänzt Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat Michael Klinkicht.  Die GRÜNEN fordern schon lange eine hochwassersichere Brücke über das Hafenbecken 1 für die Hafenbahn mit einer Überführung für den Fuß- und Radverkehr. Sie werfen Breuer vor, die letzten sechs Jahre nichts in dieser Richtung unternommen zu haben.  Neben den unausgegorenen Plänen für die U 75 empört die GRÜNEN am meisten, dass Breuer den gelungenen Kompromiss für die Linie 709 wieder aufkündigen will. „Es scheint so, dass er bei den Straßenbahngegnern auf Stimmenfang ist, anstatt dafür zu sorgen, dass die Umleitung der 709 über den Alexianerplatz und den Hammfelddamm voran zu treiben, um die dort neu entstehenden Wohngebiete an das Bahnnetz anzuschließen“, kommentieren Klinkicht und Kehl die Äußerungen Breuers. 

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