Grüne regen Mobilitätskonzept für das Alexianerareal an

Die grüne Ratsfraktion begrüßt die Ergebnisse der Architektenwettbewerbe für einige Teilgebiete des neuen Wohnquartiers auf dem ehemaligen Alexianergelände. „Wir unterstützen das Ziel der Wettbewerbsverfahren, durch architektonische und technische Lösungen die Kosten für die Baukörper zu minimieren“, kommentiert die planungspolitische Sprecherin Ingeborg Arndt den Versuch, trotz der rapide steigenden Baukosten möglichst viele bezahlbare Wohnungen zu errichten.
Nach Ansicht der Grünen wird es vermutlich aber nicht ausreichen, nur an den Baukörpern zu sparen. Deshalb regt der verkehrspolitische Sprecher Roland Kehl an, auch ein intelligentes Mobilitätskonzept zu entwickeln und meint: „Dieses Konzept darf nicht auf dem Mobilitätsverhalten von Bürgerinnen und Bürgern in der Vergangenheit basieren, sondern es muss das zukünftige Mobilitätsverhalten der Bewohner des Quartiers eingeschätzt und berücksichtigt werden“. Die Grünen weisen darauf hin, dass die jungen Menschen und damit die zukünftigen Bewohner heute bereits verstärkt auf das Auto verzichten und sich bei Bedarf eines leihen oder ganz auf den ÖPNV oder das Fahrrad umsteigen.
Deshalb macht es aus Sicht der Grünen keinen Sinn, unter jedes Haus eine kostenintensive Tiefgarage mit je einem Stellplatz pro Wohnung zu planen. Stattdessen sollte eher über ein Quartiersparkhaus nachgedacht werden. Außerdem sollten innovative Elemente wie Elektro-Quartier-PKWs, die von z.B. von den Stadtwerken gegen Leihgebühr zur Verfügung gestellt werden könnten oder Stellplätze für Car-Sharing, für Leihräder und Lastenräder mit berücksichtigt werden, um den Verzicht auf ein eigenes Auto zu erleichtern.

Verwandte Artikel