Neuss: Kompromiss zum Umbau der Römerstraße scheitert

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Die Stadt wollte (und will immer noch) die boulevardartig angelegte Römerstraße zwischen der Kreuzung mit der Bataverstraße und der Einmündung der Straße Katzenberg von vier auf zwei Fahrspuren reduzieren. Das sei, so stellte ein beauftragter Gutachter dar, immer noch ausreichend für die ermittelten und in Zukunft zu erwartenden Verkehrsbewegungen. Weil die Politik das so nicht wollte und auch die Verkehrszahlen infrage stellte, legte die Verwaltung eine Alternative vor.
Diese Variante beschränkt sich darauf, nur die südliche Fahrbahn (aus Richtung Vogelsang) einspurig zu machen und die stadtauswärts führende Strecke zweispurig zu belassen. Das hieße: Die Straßenseite, in der der Kanal erneuert wird, wird von der Infrastruktur Neuss so hergerichtet, wie sie vor Beginn der Bauarbeiten war. Einzige Ausnahme: Es sollte ein zweiter Fußgängerüberweg angelegt werden. Für diese Lösung müsste die Politik 312.000 Euro veranschlagen. Sollten beide Fahrbahnen zweispurig bleiben und nur der zusätzliche Überweg gewünscht werden, fielen immer noch rund 150.000 Euro an.

Der Umbau in großem Stil, so warb Sascha Karbowiak (SPD), würde nach Aufgaben von jeweils einer Fahrbahn Platz schaffen für 30 neu zu pflanzende Bäume und 52 Parkplätze. Die neue Variante nur 20 neue Stellplätze ermöglichen. Auch Roland Kehl (Grüne) würde den Rückbau der Fahrbahn begrüßen: Wenn der Parkdruck in den angrenzenden Wohnquartieren noch weiter zunimmt, „parken die Autos sowieso demnächst auf der Straße“. Ein Umbau würde demgegenüber eine geordnete Lösung bringen und – weil die Parkbuchten kurz sind – verhindern, dass Lastwagen am Straßenrand abgestellt werden könnten.

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