MACHT eine Stadt, die allen gehört

Wer in Neuss GRÜN wählt, stimmt für …

  • soziale Teilhabe für alle, unabhängig von Alter, Herkunft, Einschränkung und Einkommen
  • Kinder und Jugendliche im Fokus der Kommunalpolitik
  • eine weltoffene und gerechte Stadt

Soziale Gerechtigkeit ist das Fundament einer lebenswerten Stadt. Wir stehen für eine Gesellschaft, in der alle Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Einkommen oder Beeinträchtigung gleichberechtigt teilhaben können. In Neuss wollen wir Vielfalt als Stärke leben und niemanden zurücklassen. Gemeinsam gestalten wir eine Stadt, die zusammenhält und in der jede:r die Unterstützung erhält, die gebraucht wird.

Eine Stadt für Familien, Kinder und Jugendliche

Familien in ihren unterschiedlichen Lebensformen erhalten bestmögliche Unterstützung bei der Erziehung ihrer Kinder. Beruf und Kindererziehung sind miteinander vereinbar. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die Betreuung in Kitas und der Kindertagespflege finanziell ausreichend gesichert ist und der Anspruch auf einen Platz in der Offenen Ganztagsschule (OGS) zum 01.01.2026 umgesetzt ist. Neben dieser quantitativen Vorgabe sind qualitative Standards, z.B. Fachkräftequote und pädagogisch begleitende Angebote, ebenso zu berücksichtigen. Dies bedeutet auch, dass in allen Schulen und Kitas eine ausgewogene, regionale Ernährung angeboten wird.

Darüber hinaus müssen unterstützende Angebote wie Familien- und Jugendberatungsstellen, Geburtshilfe durch Hebammen und „Frühe Hilfe“ ausgebaut oder dem Bedarf angepasst werden. Die Jugendzentren in Neuss müssen erhalten bleiben und ihre Inhalte an veränderte Bedürfnisse angepasst werden. Wir setzen uns für eine ausreichende Finanzierung der Trägervielfalt ein und achten darauf, dass für alle Kinder passende Angebote existieren. Bei der Stadtplanung müssen die Interessen von Kindern und Jugendlichen stärker berücksichtigt werden und ihre Beteiligung intensiviert werden – von klimaangepassten Spielplätzen bis zu sicheren Freiräumen.

Wir unterstützen die Erarbeitung eines Kinderschutzentwicklungsplans für Neuss und fordern verpflichtende Schulungen zur Prävention von sexualisierter Gewalt bei allen Angeboten für Kinder und Jugendliche. Zudem wollen wir junge Menschen frühzeitig an demokratischen Prozessen beteiligen und ihre Stimmen hören – etwa durch die Einrichtung eines Jugendklimabeirats. Damit Kinder und Jugendliche aus Fluchtgebieten gut in Neuss ankommen, muss zudem das Angebot von Beratungsstellen, die Familien, Kinder und Jugendlichen bei der Aufarbeitung ihrer traumatischen Erlebnisse helfen, ausgebaut werden.

Soziales Neuss

Aufgrund seiner Lage zwischen Düsseldorf und Köln gehört Neuss zu den beliebtesten Wohngegenden. Dies wirkt sich erheblich auf die Mietpreise, aber auch das grundsätzliche Angebot von Wohnraum und insbesondere des bezahlbaren Wohnraums aus. Detail dazu finden sich im Kapitel MACHT gute Pläne: grün gedacht, gerecht gemacht.

Damit jede:r so lange wie möglich zu Hause leben kann, setzen wir uns für generationenübergreifende Wohnprojekte ein. Von der Stadt sind entsprechende Grundstücke zur Verfügung zu stellen. Eine soziale Mischung von Quartieren sowie inklusiven Wohnanlagen ist uns wichtig. Der Fokus liegt hier auch auf der kommunalen Pflegeplanung, welche sicherstellt, dass ausreichend qualitativ hochwertige Pflegeangebote vor Ort angeboten werden können. Für Wohnungslose und von Gewalt betroffene Frauen müssen weitere Angebote geschaffen werden, ebenso für obdachlose Jugendliche. Die Etablierung eines „Housing First”- Projektes halten wir für eine wichtige, zu ergänzende Maßnahme der bestehenden Struktur.

Ebenfalls stehen wir klar gegen jegliche Art von defensiver und menschenfeindlicher Architektur, die darauf abzuzielen scheint, das Verweilen im öffentlichen Raum unangenehm zu machen. Die Innenstadt und die einzelnen Neusser Stadtteile sollen unter demografischen Aspekten gestaltet werden, etwa als Stadt der kurzen Wege mit ausreichend Sitzmöglichkeiten und Toilettenanlagen in Stadtteilzentren und Parks. Wir setzen uns für Räume ein, in denen sich Generationen begegnen können, aber auch für eine Stadtplanung, die die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mitberücksichtigt. Generationenübergreifende Projekte sollen Einsamkeit entgegenwirken. Damit bei bevorstehenden Hitzewellen auch verletzbare Bevölkerungsgruppen geschützt sind, fordern wir Trinkwasserbrunnen und die zur Verfügungstellung von kühlen Räumen, z.B. Kirchen.

Menschen mit geringem Einkommen wollen wir durch einen Energieeffizienz-Zuschuss von 150 € zum Neuss-Pass unterstützen, damit auch sie sich energiesparende Geräte leisten können.

Weltoffenes Neuss

Eine offene, vielfältige Stadtgesellschaft, in der Migration als Bereicherung verstanden wird, zählt zu unserem Selbstverständnis. Wir setzen uns für eine echte Willkommenskultur mit Hilfen aus einer Hand für Neuankommende, Informationen in den Herkunftssprachen und einem starken Angebot an Deutschkursen ein. Damit Integration gelingt, benötigen wir interkulturelle Trainings in der Verwaltung und gezielte Förderung – besonders für Kinder. Wir unterstützen alle, die Vielfalt in unserer Stadt leben und wollen, dass Arbeitgeber:innen gefördert werden, die Menschen mit Migrationsgeschichte einstellen. Anerkennung von Abschlüssen darf nicht Jahre dauern – wir wollen, dass Menschen schnell ankommen und einbezogen werden.

Inklusives Neuss

Wir setzen uns für die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention ein, die seit 2006 in Kraft ist. Das bedeutet, dass alle Menschen in der Lage sein sollen, gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben in Neuss teilzunehmen. Gemeinsam wollen wir daher inklusive Sozialräume und Quartiere weiterentwickeln – barrierefrei und mit den notwendigen Unterstützungsangeboten. Wir setzen uns für den weiteren Ausbau von barrierefreien Haltestellen sowie die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Menschen mit einer Behinderung bei allen städtebaulichen Planungen wie abgesenkte Bürgersteige, rollstuhlgeeignete Bepflasterung, barrierefreie Arztpraxen und Toiletten im ganzen Stadtgebiet ein.

Wichtig ist uns zudem ein barrierefreies Bürger:innenbüro, das nach wie vor seine Angebote auch analog mit entsprechender Beratung zur Verfügung stellt. Dies sichert beispielsweise die neutrale und bedarfsgerechte Rentenberatung vor Ort. Wir setzen uns für inklusive Schulen und Kindertagesstätten sowie ein entsprechendes Angebot an Plätzen in der Offenen Ganztagsschule (OGS) ein. Arbeitgeber:innen sollen darin unterstützt werden, Menschen mit Behinderung einzustellen und entsprechend beraten werden. Die Stadtverwaltung sollte dabei Vorbild sein.

Gesundheitsversorgung und Prävention

Die gute Gesundheitsversorgung der Neusser Bürger:innen ist uns wichtig – im Wesentlichen durch den Rhein-Kreis Neuss in Kooperation mit der Stadt sichergestellt. Wir setzen uns entschieden für den Erhalt des Rheinlandklinikums als kommunales Krankenhaus ein und kämpfen für eine flächendeckende medizinische Versorgung in allen Stadtteilen. Besonders wichtig ist uns die Gesundheitsversorgung für verletzliche Bevölkerungsgruppen wie wohnungs- und obdachlose Menschen. Wir unterstützen den Ausbau niedrigschwelliger Angebote für drogenabhängige Menschen und fordern eine Übernachtungsmöglichkeit für wohnungslose Frauen. Präventive Maßnahmen wie das Projekt „Aufwind“ für Kinder psychisch erkrankter Eltern und Angebote der Suchtprävention müssen gesichert und ausgebaut werden.

Queeres Neuss

Neuss ist bunt und vielfältig – und das soll so bleiben! Wir setzen uns für ein diskriminierungsfreies, selbstbestimmtes Leben aller Menschen ein. Queere Menschen bereichern unsere Stadtgesellschaft und verdienen Sichtbarkeit und Akzeptanz. Wir wollen queere Kunst- und Kulturangebote ausbauen, etwa durch Filmvorführungen, Ausstellungen und Lesungen in städtischen Einrichtungen. Zudem sollen queere Themen stärker in der Öffentlichkeitsarbeit präsent sein, begleitet von Sensibilisierungskampagnen. Queere Jugendliche brauchen Unterstützung und geschützte Räume. Wir fordern in Neusser Jugendzentren ein breites queeres Jugendangebot mit Beratungsmöglichkeiten. Pädagogische Fachkräfte sollen gezielt fortgebildet, Aufklärungsprojekte gefördert und Schulen stärker einbezogen werden. Ältere queere Menschen werden oft übersehen. Wir setzen uns für spezifische Angebote, Schulungen für Pflegepersonal und Begegnungsmöglichkeiten ein.

GRÜNE Erfolge in Neuss

Was bereits einen Unterschied macht

  • Gesicherte Finanzierung der Kindertagesstätten und Kindertagespflege durch zusätzlich finanzielle städtische Mittel
  • Sicherung des Rheinlandklinikums als kommunaler Krankenhausträger
  • Aufnahme von Neuss in die Städtepartnerschaft gegen Rassismus
  • Wohnprojekte für wohnungslose Frauen
  • Einrichtung und Stärkung von Beratungsstellen für Senior:innen (Lotsenpunkte)
  • Erhalt des Neuss-Passes
  • Gesicherte Finanzierung der freien Träger und Wohlfahrtsverbände
  • Mehr städtische Informationen in leichter Sprache