Wer in Neuss GRÜN wählt, stimmt für …
- mnachhaltige und klimagerechte Transformation
- Aktivierung und strategische Steuerung von Gewerbeflächen
- einen transparenten und nachhaltigen Haushalt
Kommunale Wirtschaftspolitik schafft die Rahmenbedingungen für ein zielgerichtetes und effizientes Handeln der Verwaltungsorgane, setzt Signale für die Wirtschaft und fördert den Aufbau relevanter Netzwerke. Grüne Wirtschaftspolitik steht für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Transformation hin zu klimaschonendem Wirtschaften und einem verantwortungsvollen Umgang mit begrenzten Ressourcen.
Wir suchen deshalb den Dialog mit zentralen Akteur:innen unserer Stadt, darunter die IHK, die Mittelstandsvereinigung, Arbeitgeber:innenverbänden, Gewerkschaften sowie den großen Arbeitgebern, um gemeinsame Lösungsansätze zu erarbeiten und umzusetzen. Wir konzentrieren uns auf wirkungsvolle Themenfelder, die vor Ort realisiert werden können. Trotz Globalisierung bleibt das Prinzip „All business is local“ essenziell. Eine nachhaltige lokale Wirtschaftspolitik – dazu gehört auch die Landwirtschaft – sichert bestehende Erfolge und ermöglicht innovative Entwicklungen.
Gewerbeflächen: Kreativität und Zukunftsorientierung
Neuss braucht Raum für Ideen, aber nicht auf Kosten unbebauter Natur. Unser Fokus liegt auf der Reaktivierung, Sanierung und Intensivierung bestehender Flächen. Neuss hat mit seinem Hafengebiet und den Flächen um Alu-Norf starke industrielle Gewerbeflächen, die wir sichern und weiter optimieren wollen. Hier stärken wir den Wirtschaftsstandort Neuss und schaffen gezielt Platz für produzierendes Gewerbe, Start-ups, Handwerk und zukunftsweisende Gewerbe.
25 Hektar kleinteilige Flächen stehen bereit – jetzt gilt es, sie strategisch zu entwickeln. Bei Unternehmensumsiedlungen soll die Stadt ausgewählte Flächen aufkaufen. Zusätzlich sollen neue oder wieder verfügbare Gewerbeflächen vorrangig in Erbpacht und nach klaren Kriterien vergeben werden, um langfristige städtische Gestaltungsmöglichkeiten zu sichern. Auch die Landesgartenschau 2026 wollen wir als Bühne nutzen, um für Neuansiedlungen zu werben. Wir schaffen ressourcenschonende Gewerbeflächen, begegnen dem Fachkräftemangel mit klugen Lösungen und machen Neuss fit für die digitale Zukunft. Alle unsere Aktivitäten sind folgenden Zielen verpflichtet: mehr Transparenz, mehr Tempo, mehr wirtschaftliche Stärke für unsere Stadt! Ein Symbol für das Beschreiten neuer Wege: die Neunutzung des alten Kaufhofs – offen gedacht und mit Bürger:innenbeteiligung gestaltet.
Attraktive Rahmenbedingungen
Damit Neuss ein attraktiver Standort bleibt, setzen wir uns für einen wettbewerbsfähigen Gewerbesteuerhebesatz ein. Unternehmen brauchen faire Bedingungen, um bei uns zu investieren und um zu wachsen. Dafür müssen Infrastrukturprojekte wie die KardinalFrings-Brücke und der Erftsprung endlich vorankommen. Hier braucht es politischen Druck und klare Prioritäten. Gleichzeitig wollen wir den bürokratischen Aufwand durch Digitalisierung und schlanke Prozesse in der Stadtverwaltung deutlich reduzieren. Wir fördern Neuansiedlungen, sichern die Fortdauer bestehender Unternehmen und stehen in Krisen aktiv an ihrer Seite. Neuss erzeugt bereits jetzt ein Gewerbesteueraufkommen, das 70 Prozent über dem Durchschnitt von Nordrhein-Westfalen liegt. Über 30 Prozent des städtischen Haushalts werden dadurch finanziert. Unsere GRÜNE Politik wird gute Rahmenbedingungen bieten damit diesen Einnahmen verstetigt werden.
Um den Fachkräftemangel abzumildern, fordern wir die städtische Unterstützung von Unternehmen bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse sowie bei der Vernetzung zwischen Unternehmen und Bildungseinrichtungen.
Nachhaltige Transformation: klimagerecht und wirtschaftsnah
Neuss steht vor der Herausforderung, dass die Wirtschaft klimafit werden muss, ohne ihre Stärke zu gefährden. Dies gelingt nur mit einem entschlossenen Zusammenspiel aus Innovation, kommunalem Gestaltungswillen und solidarischer Energiepolitik. Wir unterstützen lokale Unternehmen bei der klimafreundlichen Transformation durch Beratung und Förderprogramme. Gleichzeitig werben wir gezielt innovative Green-Tech-Firmen an. So sichern und schaffen wir zukunftsfähige Arbeitsplätze.
Neuss kann keine Energiepreise diktieren, aber wir können Unternehmen darin unterstützen, die Preise kostengünstig zu halten – mit Beratung und dem Einsatz von Fördermitteln aus dem Klima- und Transformationsfonds des Bundes.
Wir unterstützen die Gründung lokaler Energiegenossenschaften und Bürger:innenfonds. Die kommunale Wärmeplanung soll eng mit der Prozesswärmenutzung der Neusser Industrie verzahnt werden. Unsere neue Energieberatungsagentur wird dabei zum Motor der Transformation. Und die Stadtwerke sollen mit Photovoltaik auf gemieteten Flächen, auch in Gewerbegebieten, investieren. Klimaschutz bietet enorme wirtschaftliche Chancen!
Digitalisierung: nutzenfreundlich und vernetzt
Der Smart City Index 2024 des Branchenverbandes Bitkom der deutschen Informationsund Telekommunikationsbranche listet Neuss auf Platz 54. Das entspricht nicht unserem Anspruch. Unser Ziel: ein Aufstieg in die Top 40 innerhalb der nächsten fünf Jahre. Denn Digitalisierung ist keine Spielerei, sondern ein Schlüssel für moderne Daseinsvorsorge, klimafreundliche Mobilität und eine bürgernahe Verwaltung. Wir wollen eine Stadt, die digitale Angebote im Bürgerservice einfach zugänglich und barrierefrei gestaltet und deren Verwaltungsprozesse effizient und transparent verlaufen, beispielsweise bei Gewerbeanmeldungen. Mit smarter Umwelt- und Energiedatenanalyse, dem Ausbau der Ladeinfrastruktur und intelligenten Netzen schaffen wir die Basis für eine klimafreundliche Stadt.
Wir setzen uns für einen flächendeckenden Ausbau mit Breitband-Internet, insbesondere mit zukunftssicherer Glasfaser ein. Open-Data-Plattformen machen relevante Informationen für alle zugänglich. Neue Wege wollen wir auch im Mobilitätsbereich gehen, in dem wir digital gesteuerte „Letzte-Meile-Logistik“, etwa mit Lastenrädern, Drohnen oder Robotik auf den letzten Metern bei der Paketzustellung sowie multimodale Verkehrslösungen auf der Schiene, dem Wasser und den Straßen anstoßen.
Transparent und zielorientiert
Zur besseren Verzahnung von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik setzen wir auf mehr Transparenz und Partizipation. Hierzu gehört die regelmäßige Ausrichtung eines Zukunftskongresses, um den offenen Dialog zwischen allen relevanten Akteur:innen zu fördern. Dies beinhaltet auch den regelmäßigen Austausch mit Unternehmen und ihren Vertretungen bei anderen Formaten. Wir setzen auf klare und nachvollziehbare Kommunikation wirtschaftspolitischer Entscheidungen. Darüber hinaus fordern wir die transparente Vergabe von Gewerbeflächen anhand eines festgeschriebenen Kriterienkatalogs. Zu den Kriterien zählen die Qualität und Anzahl der Arbeitsplätze, der Nachhaltigkeitsgrad des Geschäftsmodells, die Nutzungseffizienz der Flächen und die Umsetzung von Maßnahmen zum Klimaschutz.
Kommunale Finanzen
Das zentrale Ziel einer guten Haushaltspolitik ist die Ausrichtung der Verteilung von Finanzmitteln an Nachhaltigkeitszielen im Sinne der Bürger:innen mit Blick auf nachfolgende Generationen. Dafür müssen die Einnahmen und Ausgaben der Stadt auf Dauer im Gleichgewicht bleiben.
Wir setzen uns für einen wirkungsorientierten Nachhaltigkeitshaushalt nach den Leitlinien der Landesarbeitsgemeinschaft 21, ein gemeinnütziger Verein zwecks Beratung im kommunalen Nachhaltigkeitsmanagement, ein. Transparenz ist dabei ein Versprechen, kein Schlagwort: mit nachvollziehbaren Zielen, Kennziffern und einer gendergerechten Ausrichtung unserer Finanzpolitik. Bürger:innen sollen an der Finanzpolitik beteiligt werden – etwa durch Bürger:innengenossenschaften oder Investitionen in grüne Anleihen wie Green Bonds.
Differenzierte Hebesätze bei der Grundsteuer gehören für uns zu einer gerechten Finanzpolitik.
Unsere städtischen Unternehmen spielen eine Schlüsselrolle. Sie sind nicht nur gemeinwohlorientiert, sondern auch finanzstark und investitionsfähig, insbesondere bei Umwelt, Klimaschutz, Mobilitätswende und sozialem Wohnraum. Wir stärken die Befugnisse der Aufsichtsräte, setzen uns weiterhin für die transparenten Ausschüttungen an den städtischen Haushalt sowie eine gleichberechtigte Besetzung der Geschäftsführungen mit mindestens 50 Prozent ein. Eine Privatisierung der städtischen Töchterfirmen lehnen wir ab, denn öffentliche Daseinsvorsorge gehört in öffentliche Hand. So schaffen wir ein finanziell stabiles, zukunftsfähiges und demokratisch kontrolliertes Neuss!
GRÜNE Erfolge in Neuss
Was bereits einen Unterschied macht
- Anstieg der sozialversicherungspflichten Arbeitsplätze um rund 12 Prozent seit der vergangenen Legislaturperiode
- Platz 2 bei den Gewerbesteuereinnahmen in NRW
- Etablierung eines Zukunftskongresses für die Transformation der Neusser Wirtschaft
