Kein Platz für Rassismus und Antisemitismus

Gedenktafel für ehemaligen Jüdischen Friedhof beschmutzt – Pressemitteilung:

Neuss. Erst im Februar letzten Jahres wurde durch die Initiative der Jugendeinrichtung „Offene Tür Barbaraviertel“ in Zusammenarbeit mit der Gesamtschule Nordstadt an der Düsseldorfer Straße eine Stele mit einer Tafel aufgestellt, die an den ehemaligen Jüdischen Friedhof auf der Düsseldorfer Straße erinnern soll. An der Einweihung der Tafel haben dankenswerterweise viele Neusserinnen und Neusser teilgenommen und somit ein wichtiges Zeichen gesetzt. In der Nacht zum 4. Mai 2021 wurde die gerade einmal ein Jahr alte Tafel nunmehr durch bisher Unbekannte mit Aufklebern mit eindeutig rechtsradikalem Inhalt beschmutzt. 

Stolz auf aktive Jüdische Gemeinde

„In unserer Stadt gibt es keinen Platz für Diskriminierung, Antisemitismus und Rechtsextremismus“, erklären mit Sascha Karbowiak, Susanne Benary und Carsten Thiel die Vorsitzenden der neuen Ratsmehrheit aus SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und UWG/Aktiv für Neuss. Entsprechenden Tendenzen müsse man sich daher entschieden entgegenstellen. Die drei Parteivorsitzenden betonen, dass man in der Stadt Neuss stolz auf eine aktive Jüdische Gemeinde ist, die sich in vielfältiger Art und Weise in die Neusser Stadtgesellschaft einbringt. Und mit der Unterstützung des Baus einer neuen Synagoge in der Nordstadt und der von Bürgermeister Reiner Breuer auf den Weg gebrachten Städtepartnerschaft mit der israelischen Stadt Herzlya hat auch der Stadtrat ein wichtiges Zeichen zur Stärkung des jüdischen Lebens in der Stadt Neuss gesetzt.

Beitritt zur Städtekoalition gegen Rassismus

Anlässlich der internationalen Wochen gegen Rassismus hat die Kooperation aus SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und UWG/Aktiv für Neuss im März ein weiteres deutliches Zeichen für ein offenes und vielfältiges Neuss gesetzt und durch einen Antrag im Stadtrat den Beitritt der Stadt Neuss zur „Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus und ethnische Diskriminierung“ auf den Weg gebracht. Damit soll auch der von Bürgermeister Reiner Breuer in den vergangenen Jahren eingeschlagene Weg unterstützt werden. Denn mit der Wahl von Deniz Elbir gibt es seit kurzer Zeit erstmals einen Beauftragten für Diversität, Integration und Antirassismus in der Stadt Neuss und es werden vielfältige interkulturelle Angebote gefördert. „Neuss ist vielfältig und wird es auch immer sein, in unserer Stadt gibt es keinen Platz für Rechtsextremismus“, so Hakan Temel als direkt gewählter SPD-Stadtverordneter für das Barbaraviertel abschließend.

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