GRÜNE: späte Erkenntnis der SPD

Mangels eigner Ideen greift die SPD grüne Themen auf, die schon seit Jahren in Arbeit sind.

Die Fraktion der Neusser GRÜNEN zeigt sich erfreut darüber, dass endlich auch die SPD aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und die zukunftsweisenden Themen der Stadt erkennt.Nachdem die GRÜNEN Jahrzehntelang mit ihren Forderungen nach mehr Umweltschutz, mehr ÖPNV, mehr Radwege allein auf weiter Flur standen, kann es den Genossen in der Zielgraden zur Kommunalwahl gar nicht schnell genug gehen. „Nur schade, dass die SPD keine eigenen Themen hat, sondern aufgreift, was schon seit Jahren in Arbeit ist, wie jüngst der Ruf nach dem Radschnellweg“, bedauert der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN, Michael Klinkicht, „denn die Verwaltung ist schon längst damit beschäftigt.“ Der verkehrspolitische Sprecher, Roland Kehl ergänzt: „Die Planung läuft und es liegt derzeit am „Straßenbetrieb NRW“ wegen vieler anderer Projekte, dass es nicht vorwärts geht. Geld brauchen wir erst in der Umsetzungsphase und das steht vorerst nicht an. Die SPD weiß das alles und fordert trotzdem Geld ein, unverständlich.“ 
Bevor die SPD die weiteren Erfolge der GRÜNEN für sich reklamiert, möchte Klinkicht diese noch einmal in Erinnerung rufen: „Wir haben die gegenläufige Öffnung für Radverkehre in innerstädtische Straßen angestoßen. Wir haben uns für beidseitige Radspuren auf der Bergheimer Straße eingesetzt und gegen den Willen vieler Politiker auch durchgesetzt. Gleiches gilt für die Erftstraße. Wir haben mehr Geld für die Sanierung der Radwege im Haushalt  eingestellt und wollen mehr und sichere Abstellanlagen auf öffentlichen Plätzen. Wir streiten seit Jahren für sichere Radschulwege und mehr Radabstellanlagen auf Schulhöfen“, so Klinkicht weiter. „Trotzdem freuen wir uns über alle Stadtverordneten, die sich gemeinsam mit uns für ein verbessertes Radwegenetz in Neuss einsetzen auch ohne Blick auf die kommenden Wahlen“, so Kehl abschließend.

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