DIE GRÜNEN wollen kostenfreien Eintritt für Jugendliche ins Museum

Pressemitteilung und Artikel aus der NGZ: Im letzten Kulturausschuss hat die kulturpolitische Sprecherin Hedwig Claes als Initiative der Grünen nachfolgenden Antrag eingebracht. Ziel soll es sein, dem Beispiel vieler Museen in Deutschland zu folgen,  Jugendliche durch einen kostenfreien Eintritt für das Museum zu interessieren.

„Prüfung der Auswirkungen eines freien Museumseintritts für Jugendliche“
1. Die Kulturverwaltung bzw. die Leitung des Clemens-Sels-Museums wird beauftragt, zu prüfen bzw. einzuschätzen, welche Einnahmeausfälle es für das Museum mit sich brächte, wenn Jugendliche bis 18 bzw. 21 Jahren kostenfrei das Museum besuchen könnten.
2. Ergänzend zur Kosteneinschätzung soll eine Einschätzung über die Effekte einer solchen Maßnahme abgegeben werden. Dabei sind Erfahrungen anderer Museen mit in die Betrach-tung einzubeziehen.

3. Die Ergebnisse sind dem Kulturausschuss am 21.11.2018 vorzulegen.

Begründung:
Der auf Antrag der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und CDU eingeführte eintrittsfreie Sonntag hat sich aus unserer Sicht sehr erfolgreich entwickelt. Der Zuspruch ist sehr gut, zumal das Museum mit interessanten Zusatzprogrammen zusätzliche Anreize für die Be-suchenden schafft. Die vergleichbar geringen Einnahmeausfälle werden durch die Tatsache kompensiert, dass dadurch das Clemens-Sels-Museum stärker in das Bewusstsein der Neusser Bevölkerung gerückt ist und sich ein breiteres Besucherspektrum eingestellt hat. Die Ausstellungen und deren Sonderveranstaltungen, wie z.B. der ausverkaufte Lese und Liederabend „Amore, amore“ zur Ausstellung „Erklär mir die Liebe“, erfreuen sich vielleicht auch dadurch eines größeren Zuspruchs. Um Jugendliche das Museum mit seinen vielfältigen Angeboten näher zu bringen, kann neben anderen Maßnahmen ein freier Eintritt ein wirksames Mittel sein. Darüber wird nach Vorlage der Prüfergebnisse zu entscheiden sein. Einen freien Eintritt für Jugendliche bis 18 Jahre bieten z.B. die Museen des Freistaats Bayern und der Stadt Berlin an.

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