Rahmenplan Industrie Neuss – Handlungsempfehlungen

Foto: Roland Kehl

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Änderungen von Bündnis 90 / Die Grünen und CDU (AWL-Sitzung am 10.3.2015)

Beschlussempfehlung
Der Rat der Stadt Neuss begrüßt die Zusammenarbeit der Verwaltung mit der IHK Mittlerer Niederrhein und der lokalen Wirtschaft bei der Erstellung des Entwurfs eines „Rahmenplans Industrie Neuss“. Die Verwaltung wird beauftragt, die im Entwurf des „Rahmenplanes Industrie Neuss“ formulierten Analysen und Empfehlungen weiter zu konkretisieren und Vorschläge zu deren Umsetzung zu machen. Dabei soll gemeinsam mit allen relevanten Beteiligten die Neusser Wirtschaftsstruktur unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit incl. der dazu erforderlichen Rahmenbedingungen entwickelt sowie die Politik aktiv am weiteren Verfahren beteiligt werden. Maßnahmen und Projekte, die Entscheidungsbefugnisse des Rates oder seiner Ausschüsse berühren, sind zur Beratung vorzulegen.

Ergänzend zu Protokoll gegeben

Die Fortschreibung soll auch einer nachhaltigen und den Klimaschutzzielen der Bundesregierung und denen des Landes NRW verpflichteten regionalen Kreislaufwirtschaft unter ökologischen Aspekten Rechnung tragen. Hierbei sind sowohl eine ressourcensparende Ökonomie und der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien sowie eine zunehmende Dienstleistungsorientierung einzubeziehen.

Neu anzusiedelnde Fachhochschul-Einrichtungen sollen dem drohenden Fachkräftemangel und den negativen Folgen der s demografischen Entwicklung entgegen wirken. Die gezielte Anwerbung innovativer Unternehmen soll Neuss in besonderer Weise zukunftsfähig machen. E-Mobilität, ortsnahe Energieverbundsysteme, der flächendeckende Breitbandausbau, „Green IT“ und die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen sowie von Existenzgründern sind weitere wichtige Bausteine für eine langfristige Neuausrichtung der lokalen Wirtschaftspolitik.

Dabei sind die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur und der begrenzte Umfang verfügbarer freier Flächenreserven Anlass dafür, verstärkt über Alternativen zur immer noch boomenden und flächenintensiven Logistikbranche nachzudenken. Darüber hinaus kommt der permanenten Fortschreibung eines Gewerbe- und Industrieflächen-Potentialkatasters und dem beständigen Monitoring als entwicklungsbegleitender Erfolgskontrolle hohe Bedeutung zu.

Schließlich sollen die natürlichen Lebensgrundlagen und noch vorhandenen Biotopstrukturen, wie beispielsweise der Rhein mit seiner Uferzone, dauerhaft in ihrer ökologischen Bedeutung und Funktion geschützt bzw. gesichert werden.

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