Heimat-Werkstatt „Wir auf der Furth“ durchführen

Gemeinsamer Antrag der Koalitionsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Ratssitzung am 20.04.2018:

Die Stadt Neuss führt eine Heimat-Werkstatt „Wir auf der Furth“ durch. Diese Veranstaltung soll nach den Vorgaben der Heimat-Werkstätten des Förderprogramms „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen – Wir fördern, was Menschen verbindet“ durchgeführt werden und mit Mitteln aus diesem finanziert werden. Örtliche Vereine wie Schützen, Initiativkreis Nordstadt, Werbekreis Nordstadt, „Weg vom Sofa“, Sportvereine, Migrantenvereine, Jüdische Gemeinde, Neuss Agenda, Wohlfahrtsverbände, Alevitische Gemeinde und viele andere solle daran beteiligt werden.

Begründung:

Die Furth ist mit rund 40.000 Einwohnern der größte Stadtteil von Neuss. Die einzelnen Viertel wie Weißenberg, Morgensternsheide, Vogelsang, Bolssiedlung etc. haben zwar ihre jeweils eigene Prägung, doch sind sie unter dem „Dach“ der Furth ein großer Stadtteil. Das kommt z.B. in übergreifenden Vereinen und gemeinsam gefeierten Festen zum Ausdruck.

Immer wieder erfahren die Antragsteller in Gesprächen, dass die Further ihre Identität als Stadtteil stärker betonen und öffentlich zum Ausdruck bringen möchten. Für viele ist damit auch der Wunsch verbunden, die alte und mitunter abwertend verwendete Bezeichnung „henger de Bahn“ durch eine neue, positive Marke zu ersetzen.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat das Förderprogramm „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen – Wir fördern, was Menschen verbindet“ ins Leben gerufen. Bis 2022 stehen mehr als 100 Millionen Euro zur Verfügung, um Projekte und Initiativen vor Ort zu fördern. Von diesem Programm soll auch die Stadt Neuss profitieren.

Eine Säule des Programms sind Heimat-Werkstätten, in denen Ideen zum Thema Heimat entwickelt und verwirklichtwerden, damit eine inhaltliche Auseinandersetzung in Gang gesetztwerden kann. Vertreter von Initiativenund anderen Organisationen, aber auch Bürgerinnen und Bürger direktsollen sich in einen offenen, identitätsstiftenden Prozess einbringen.Zum Beispiel kann in einer offenen Kreativwerkstatt unter Beteiligungaller Akteure ein ortstypisches Kunstwerk entwickelt und verwirklichtwerden, etwa als Gestaltung von Kreisverkehrenoder Großfassaden. Dadurch wird der öffentliche Raum aufgewertet. Hierfür bietet ganz konkret die Entwicklung des Bauer und Schaurte-Geländes Möglichkeiten.

Der Diskurs in derHeimat-Werkstatt soll Gemeinsamkeiten herausarbeiten und das lokaleGemeinschaftsgefühl stärken. Die„Heimat-Werkstatt“ lässt Kommunikationskultur und Kommunikationsstrukturenentstehen und fördert den Austausch über die Heimatvor Ort.

Der aufwändige Prozess wird je Projekt mit bis zu 40.000 Eurogefördert. Empfänger können Kommunen sein, die Dritte beteiligen dürfen.

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